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Sozialpädagogische Familienhilfe in Verbindung mit Sozialem Gruppentraining im Freizeitcamp


Zielgruppe

Männliche und weibliche Kinder und Jugendliche im Alter von 10 – 18 Jahren, bei denen bereits eine ambulante Betreuung in Form von Familienhilfe installiert ist und auf die eine oder mehrere der u.g. Auffälligkeiten zutrifft.

  • mit auffälligen Störungen im Sozialverhalten
  • welche erheblich in ihrem Lernen und ihrer Leistung versagen
  • welche wenig Struktur kennen
  • welche durch verschiedene Faktoren ein schlechtes Selbstkonzept haben
  • Gruppengröße: maximal 20
  • Betreuung durch 3 sozialpädagogische Fachkräfte

Hier kann das Soziale Gruppentraining im Freizeitcamp noch einmal an dem persönlichen Bedarf anknüpfen, damit eine gemeinsame Zielausrichtung in Kooperation mit der ambulanten Betreuung stattfindet.

 

Ausgestaltung dieses speziellen gruppenpädagogischen Angebotes

Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen sollen unter der pädagogischen Anleitung auf einem freien Gelände (Wiese, Waldgrundstück) Lebensräume schaffen. Dies können z.B. Wohn- und Schlafplätze für die Gruppe, eine Feuerstelle für die Gruppe und anderes sein. Dazu werden die notwendigen Materialien und Werkzeuge zur Verfügung gestellt.

  • Alle Aktionen finden im Gruppensetting statt.
  • Die wechselnde Gruppenzusammensetzung durch die dynamische ganzjährige Fortführung des Angebotes stellt für die Kinder und Jugendlichen eine ständige neue Herausforderung dar, Cliquenbildungen werden damit vermieden.
  • Die Kinder und Jugendlichen sind gezwungen, gemeinsame Regeln und Vorgehensweisen, die zur Lösung von Aufgaben nötig sind, zu finden und einzuhalten.
  • Die Kinder und Jugendlichen sollen den Verlauf und den Ausgang ihrer Aktionen aktiv beeinflussen können. Damit sind sie in der Lage zu erleben, wie sich ihr eigenes Handeln auf ihre unmittelbare Umgebung auswirkt.
  • Handlungsmuster wie Flucht oder Rückzug aus der Situation führen zu entsprechendem Feedback der restlichen Gruppenmitglieder.
  • Jedes Gruppenmitglied hat dadurch die Möglichkeit, sich seines Verhaltens bewusst zu werden, es zu überdenken und gegebenenfalls zu ändern.

Unser Angebot findet ganzjährig fortlaufend statt. Jeweils an den Wochenenden und in den Ferienzeiten bieten wir damit den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit der Teilnahme. Gleichzeitig erfolgt dadurch auch eine Entlastung der Herkunftsfamilien. Das Angebot kann damit auch als Krisenintervention genutzt werden.

Die Herkunftsfamilie hat darüber hinaus die Möglichkeit, an folgenden Aktivitäten teilzunehmen:

  • Familienfeste
  • Lagerfeuerabende
  • Gemeinsamer Freizeitsport (Bogenschießen, Seilziehen, etc.)
  • Elternkurse

Somit hat die Herkunftsfamilie die Möglichkeit, ihre Kinder und Jugendlichen in einem von den familiären Krisen losgelösten Umfeld zu erleben. Hier kann wieder eine positive Anknüpfung durch die Anerkennung der Leistungen der Kinder und Jugendlichen erfolgen.

 

Pädagogische Grundsätze für das Soziale Gruppentraining im Freizeitcamp:

  • Ganzheitlicher Ansatz: Lernen mit Kopf, Herz und Verstand
  • Begleitung von Lernprozessen mit handlungsorientierten Methoden
  • Begleitung eines Entwicklungsprozesses
  • Förderung der Kinder und Jugendlichen in ihrer Selbstkompetenz
  • Reflexion und Transfer
  • Erhöhte Wirkungskraft und Nachhaltigkeit, da ein Erlebnis sich stets durch eine erhöhte Aufmerksamkeit kennzeichnet
  • Die Qualität der Erlebnisse soll in die Erfahrungswelt der Kinder und Jugendlichen übertragen werden können.

Das Soziale Gruppentraining im Freizeitcamp soll die Kinder und Jugendlichen stärken und fördern und gleichzeitig die Herkunftsfamilie entlasten.

Eine Kooperation zwischen der Betreuung ( Familienhilfe, etc. ) und den Fachkräften des Gruppenpädagogischen Angebotes findet regelmäßig statt. Dadurch kann individuell auf die Problematik des einzelnen Kindes oder Jugendlichen eingegangen werden.

 

Ziele

Das Ziel beim Sozialen Gruppentraining im Freizeitcamp ist, für die Kinder und Jugendlichen neue Handlungs-, Erlebnis-, und Erfahrungsfelder zu schaffen um ihre Ich-Kompetenz zu stärken, Selbstvertrauen, Verantwortungsgefühl und ihr Durchhaltevermögen zu fördern. Wir arrangieren nicht nur Herausforderungen, sondern assistieren den Kindern und Jugendlichen bei dem Versuch, die eben gemachte Erfahrung in ihr Leben zu integrieren.

Unsere Zielorientierung gliedert sich wie folgt:

 

1. Die Entwicklung individueller Persönlichkeitsmerkmale

  • Eigeninitiative
  • Selbstverantwortung
  • Überprüfung von Wertesystemen
  • Sensibilisierung der Wahrnehmung
  • Selbstvertrauen
  • Selbstwertgefühl
  • Spontaneität
  • Kreativität
  • realistisches Selbstbild
  • Umgang mit Misserfolg

  

2.       Die Förderung sozialer Kompetenzen

  • Teamarbeit
  • Konfliktbewältigung
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Kooperationsvermögen
  • Rücksichtnahme
  • Mitgefühl
  • Hilfsbereitschaft
  • Feedback geben
  • Feedback annehmen können

 

Organisation

Ein Fahrdienst steht für die Kinder und Jugendlichen sowie für die Herkunftsfamilien bei Bedarf zur Verfügung.

 

Ausschlusskriterien

  • Unentschuldigtes Fehlen
  • Alkoholisierte und/oder unter Drogeneinfluss stehende Jugendliche
  • Verweigernde Teilnahme

 

Zeitliche Rahmenbedingungen

Jeweils alle Wochenenden von Freitag ab 15 Uhr bis Sonntag 16 Uhr, sowie alle Ferienzeiten vom letzten Schultag ab 15 Uhr bis zum letzten Ferientag 16 Uhr.