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Schulbegleitung


Qualifikation der Fachkräfte

Die Schulbegleitung ermöglicht den betroffenen Kindern und Jugendlichen den Besuch der für sie geeigneten Schulform.

Unsere Fachkräfte haben alle eine pädagogische Ausbildung. Entsprechend dem Hilfebedarf können auch Fachkräfte mit Zusatzqualifikation zum Einsatz kommen.

Bei autistischen Kindern und Jugendlichen kann dies eine besondere Rolle spielen, da eine Schulbegleitung die autistischen Verhaltensweisen verbessern und über die gestützte Kommunikation die Teilnahme am Unterricht überhaupt ermöglichen kann.

 

Zielgruppe

Grundsätzlich können alle Kinder und Jugendlichen, die den Schulalltag nicht selbstständig bewältigen können, Hilfestellung durch eine Schulbegleitung erhalten.

Den persönlichen Bedarf stellt der Leistungsträger fest.

Insbesondere gehören hierzu Kinder und Jugendliche, für die eine oder mehrere der folgenden Merkmale zutreffen:

  • soziale Auffälligkeiten, Auffälligkeiten im Verhalten,
  • seelischer Behinderung,
  • oder von seelischer Behinderung bedroht wie z.B. bei einer Hyperaktivitätsstörung, einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung, Autismus, und andere.

Folgende Auffälligkeiten und Störungen gehören häufig dazu, wenn der Bedarf einer individuellen Unterstützung festgestellt wird:

  • Schulangst
  • Schulverweigerung
  • auffälliges Verhalten im Unterricht wie Verweigerung oder Stören
  • Hyperaktivitätsstörung
  • Aufmerksamkeitsdefizitstörung
  • Leserechtschreibschwäche
  • Dyskalkulie
  • autistische Störung
 

Schulformen

Schulbegleitung kann grundsätzlich an allen bestehenden Schulformen geleistet werden.

 

Aufgaben und Inhalte der Schulbegleitung

Die konkreten Aufgaben bestimmen sich nach den jeweiligen persönlichen Erfordernissen der Schüler. Die Schulbegleitung unterstützt das Kind/ den Jugendlichen im Unterricht und in den Pausen, gibt Hilfestellung, Orientierung und Struktur.  Verantwortlich für den Schulunterricht ist die Lehrkraft. Der Schüler soll unterstützt werden in der Selbständigkeit, in Sozialkontakten, emotional in der Stärkung seiner Persönlichkeit, beim Aufbau und der Aufrechterhaltung von Lernfreude.

Die konkrete Ausgestaltung der Aufgaben der Schulbegleitung beinhaltet folgende Punkte:

  • Organisation oder Begleitung des Schulweges
  • Planung des bevorstehenden Schultages vor Unterrichtsbeginn
  • Absprache mit dem Lehrer über die Aufgaben der Schulbegleitung
  • Intensive Begleitung des Schülers während des Unterrichts, dabei passt die Schulbegleitung sowohl die Unterrichtsformen als auch die Unterrichtsinhalte didaktisch den gegebenen Möglichkeiten des Schülers an
  • Gemeinsame Strukturierung der Pausenzeiten mit dem Schüler
  • Schutz des Schülers vor Stigmatisierung, Übergriffen oder Ähnlichem
  • Förderung der sozialen Kontakte zu Schülern und Lehrern
  • Besprechung und Organisation der Hausaufgaben (wann, wo, wie, Hilfsmittel)
  • Organisation von Eltern/Lehrergesprächen sowie Informationsbrücke
  • Enge Zusammenarbeit mit den Eltern durch regelmäßige Elterngespräche
  • Netzwerkpflege
  • wenn erforderlich die Teilnahme der Schulbegleitung an Schulfesten, Schulausflügen und Landschulaufenthalten
  • ständige Dokumentation
  • Kooperation mit dem Jugendamt in Form von Monatsberichten, Stellungnahme zum Hilfeplan sowie Teilnahme an Hilfeplangesprächen
 

Betreuungsschlüssel

In der Regel besteht eine 1:1 Betreuung (Einzelbetreuung). Dadurch ist sichergestellt, dass der Schüler bei Krisensituationen eine konstante Bezugsperson hat. Im Bedarfsfall können auch zwei Kinder in einem Klassenverband von einem Schulbegleiter betreut werden.

 

Ziele

Grundsätzliches Ziel der Schulbegleitung ist die Teilnahme und der Erhalt und der bisherigen Schulform, so dass keine Sonderbeschulungsform notwendig wird.

Weiteres Ziel der Schulbegleitung ist es, durch unterstützende Hilfestellung der Kinder und Jugendlichen sie in ihrer Eigenständigkeit zu fördern und ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Sie sollen schrittweise zur Selbständigkeit geführt werden, sodass sie im Laufe ihres Schullebens ohne zusätzliche Hilfe ihren Schulalltag meistern können. Dem Schüler soll somit ein Leben in der Gemeinschaft in angemessener Form ermöglicht werden.

 

Kooperation

Die Schulbegleitung hat einen regelmäßigen Austausch mit allen involvierten Institutionen, wie Jugendämter und Gesundheitsämter, mit den unterrichtenden Lehrern und behandelnden Ärzten und der Herkunftsfamilie. Hier ist es wichtig, den Informationsfluss mit allen Beteiligten zu sichern.